Provamel – Soya Natural Joghurt

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Gesamtwertung 3,8/5 – Leider geschmacklich etwas zu sojalastig

„Naturjoghurt“ gibt es jetzt auch von verschiedenen Anbietern in der veganen Variante, meines Erachtens nach oft ein wenig heikel, da hier der Geschmack nicht durch andere Aromen, wie zB Fruchtgeschmack, uebertuencht wird bzw. werden kann.
Man kann sich natuerlich darueber streiten, ob denn ein veganes Produkt wirklich 1 zu 1 das tierische „Vorbild“ nachbauen muss, oder ob es nicht einfach ein fuer sich stehendes Produkt sein kann und dann auch als solches bewertet wird. Da das vorherrschendes Thema dieses Blogs aber Substitutionen sind, bewerte ich die Produkte auch nach diesem Augenmaß.

Haptisch und Optisch bekommt Provamel das hier schon mal recht gut hin. Beim Oeffnen direkt aus dem Kuehlschrank gibt es keine direkt ins Auge fallenden Unterschiede. Lediglich beim Einfrieren (ich wollte ein Stieleis mit Fruchtmus herstellen, was mit Kuhjoghurt bestens klappt) zeigen sich Schwaechen, da trennt sich die Fluessigkeit ab und es gibt eine recht waessrige Konsistenz.

Geschmacklich ueberzeugt mich die Joghurtalternative nicht. Die fuer einen Naturjoghurt charakteristische Frische und leichte Saeure ist vorhanden, aber der Sojabeigeschmack stoert mich und laesst sich nur mit Beigabe von Fruchtmus / deftigen Zutaten / Gewuerzen etc. etwas uebertuenchen.
Interessanterweise wird der Sojabeigeschmack staerker, je aelter das Produkt ist. Zwei der insgesamt vier Paeckchen sind mir abgelaufen und schmeckten nach dem MHD (hier wird natuerlich auch nach MHD nichts weggeworfen 😉 ) deutlich staerker nach Soja als kurz nach dem Kauf.

Die Zutaten sind soweit moeglich aus biologischem Anbau und es ist meiner Meinung nach nicht viel ueberfluessiges drin, zumindest nichts fieses.

Aussehen
Konsistenz + Haptik
Geschmack
Preis
Inhaltsstoffe
GutesGewissenFaktor (Herkunft? CO2? Fairtrade? Vegan?)

Preis: 2,09€
Inhalt: 4 * 125g
Gekauft bei: alles-vegetarisch.de

Zutaten: Wasser, geschälte Sojabohnen* (7,9%), Stabilisator (Pektin), Maisstärke*, Säureregulator (Citronensäure), Meersalz, Joghurtkulturen (Str. thermophilus, L. bulgaricus)
* = aus kontrolliert biologischem Anbau

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Veggie Life – Tofu Queen Currywurst

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Gesamtwertung 2,7/5 – Dann doch lieber selbst kochen …

Nachdem mich die Vegetaria Currywurst ja geschmacklich sehr ueberzeugt hat, bin ich weiterhin auf der Suche nach einer Alternative mit „netteren“ Inhaltsstoffen.
Die Veggie Life Currywurst, vermutlich in Anlehnung an das beruehmt beruechtigte Original Meica Curry King hier Curry Queen genannt, war auf den ersten Blick so ein Kandidat. Vegan,  ohne bedenkliche Zusatzstoffe (laut codecheck.info) und auch noch mit Biolabel.

Die Packung laesst sich einfach oeffnen und bequem in der Mikrowelle zubereiten und leider enden die Vorteile hier. Schon aus der Mikrowelle steigt ein unangenehmer saeuerlicher Geruch, und nach dem Oeffnen der Folie empfaengt einen ein eher unappetitliches Bild.

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Zumindest optisch wird es nach kraeftigem Umruehren deutlich besser, der Geruch bleibt aber.
Die Konsistenz ist okay, aber etwas zu gummiartig fuer meinen Geschmack, die Soße nicht richtig homogen und schmeckt ein bisschen als ob zuviel Verdickungsmittel enthalten waere, irgendwie „trocken“.

Der Geschmack reisst es leider auch nicht raus, man kann ihn auch als okay bezeichnen, aber nicht wirklich ein Hochgenuss..

Alles in allem nutzen mir die besseren Inhaltsstoffe dann leider auch nichts, wenn ich nicht mit Genuss essen kann. Dann doch lieber selbst kochen, das spart auch einen Haufen Plastikmuell. Zudem der Preis in Hinsicht auf auf das Testergebnis meines Erachtens nach deutlich zu hoch ist. Kein Nachkaufkandidat fuer mich.

 Aussehen
Konsistenz + Haptik
Geschmack
Preis
Inhaltsstoffe
GutesGewissenFaktor (Herkunft? CO2? Fairtrade? Vegan?)

Preis: 3,49€
Inhalt: 250g
Gekauft bei: Scheck In

Zutaten Sauce (60 %): Tomatenmark*, Trinkwasser, Rohrohrzucker*, Sonnenblumenöl*, Apfelessig*, Meersalz, Curry*, Verdickungsmittel: Johannisbrotkernmehl*, Hefe*
Zutaten Bratwurst (40 %): Tofu (Sojabohnen*, Trinkwasser, Gerinnungsmittel: Magnesiumchlorid (Nigari)), Trinkwasser, Weizeneiweiß*, Sonnenblumenöl*, Mandeln*, Meersalz, Gewürze*, Rohrohrzucker*, Verdickungsmittel: Johannisbrotkernmehl*, Kräuter*
*aus kontrolliert biologischem Anbau

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Rügenwalder Mühle – Vegetarische Mühlen Nuggets Klassisch

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Gesamtwertung 4,2/5 – Der (fast) perfekte Chicken Nuggets Ersatz

Vermutlich ist die Zahl der Personen die keine Chicken Nuggets moegen nahe der Null anzusiedeln. Jaa, gesund ist was anderes und so ganz zur Haute Cuisine gehoeren sie auch nicht, aber irgendwie sind sie halt doch lecker. Und praktisch. Guilty pleasure.

Von diversen Anbietern gibt es mittlerweile vegetarische oder sogar rein pflanzliche Alternativen, mit sehr unterschiedlicher Naehe zum „Original“. Die bisher getesteten Veggie-Produkte der Rügenwalder Mühle haben fast alle haptisch, optisch sowie geschmacklich ueberzeugt, weshalb nun auch die Nuggets in den Einkaufs- und Testkorb durften.

Zunaechst einmal faellt die gut gemachte Optik ins Auge. Im Gegensatz zu vielen anderen Fleischersatzprodukten haben die Rügenwalder Produktentwickler hier anscheinend einen wichtigen Punkt erkannt und umgesetzt: Die Nuggets sind nicht alle gleichfoermig, was sie deutlich authentischer aussehen laesst. Schaut man genauer hin, scheint es zwei Formen zu geben, aber in der Gesamtheit sieht es tatsaechlich nach unregelmaessigem, „gewachsenen“ Stuecken aus.
In der Pfanne sind die Nuggets ratzfatz angebraten und riechen auch so wie man sich das vorstellt. Die Konsistenz im Inneren finde ich persoenlich absolut perfekt gelungen, sogar so, dass ich behaupte nicht ein Fleischesser wuerde den Unterschied sehen.

Auch geschmacklich ueberzeugt mich das Produkt, ich habe sie pur und klassisch mit Ketchup und suesssaurer Tunksauce genossen.

Die Zutatenliste ist recht lang mit vielen Zusatzstoffen, immerhin jedoch keine bedenklichen Inhaltsstoffe und die Eier kommen (zumindest ein kleiner Lichtblick) aus Freilandhaltung.
Auf der Webseite des Unternehmens gibt es mittlerweile eine Informationsseite, auf der die Zusatzstoffe erklaert sind.

Fazit: Lecker und absolutes „Untermogel“-Potential. Ein ganz wenig wuerde ich mir noch vielleicht eine etwas weniger broeselige Panade wuenschen, sowie natuerlich eine vegane Version und weniger Zusatzstoffe.

 Aussehen
Konsistenz + Haptik
Geschmack
Preis
320px-Crashtest-Stern_3.svg Inhaltsstoffe
320px-Crashtest-Stern_3.svg GutesGewissenFaktor (Herkunft? CO2? Fairtrade? Vegan?)

Preis: 2,99€
Inhalt: 180g
Gekauft bei: Scheck In

Zutaten: Trinkwasser, Weizenmehl, Sojaproteinkonzentrat (11%), Weizengluten, Rapsöl, Säureregulatoren: Kaliumlactat, Natriumacetate, Milchsäure; Aroma (u.a. Soja), Kochsalz, Verdickungsmittel: Methylcellulose, Sojaproteinisolat (1%), Eiklar* getrocknet, Traubenzucker, Gewürze, Zucker, Hefe.
*) Eier aus Freilandhaltung

Veröffentlicht unter Claudia, Fleischersatz, Konventionell, Nuggets, Rügenwalder Mühle, Scheck In (Edeka) | Kommentar hinterlassen

Allos – Mandel Drink

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Gesamtwertung 3,5/5 – Leider recht geschmackloser Drink mit dafuer vorbildlicher Zutatenliste

Allos war bislang eher mit seinem „Hofgemüse“-Brotaufstrich bekannt (Test folgt), seit einer Weile haben sie auch Pflanzenmilchprodukte in Ihrem Sortiment,

Fuer den ersten Test habe ich den Mandel Drink mitgenommen.
Beim Oeffnen faellt zunaechst ein sehr angenehmer Geruch nach Mandeln und Marzipan auf. Die Farbe ist (Kuh)milchweiss, ich vermute also mal dass nur geschaelte Mandeln verwendet wurden. Die Konsistenz ist etwas dicklich, so wie geschuettelte Vollmilch. Ich fand sie fast etwas befremdlich, beim Ausgiessen habe ich mehrfach kurz gestutzt, da ich dachte die Milch waere broeckelig.

Geschmacklich ist sie leider eher eine Enttaeuschung, sie schmeckt nach fast gar nichts, die Mandeln schmecke ich nicht so recht raus. Sie hinterlaesst ein etwas cremiges Gefuehl auf den Lippen, wie nach dem Genuss von etwas oeligem, vermutlich bedingt durch das Mandelöl. Da ich es gerne suess mag, musste ich im Muesli und im Matcha Latte ordentlich nachsuessen. Zum Kochen und Backen ist sie sicherlich geeinigt, waere aber auch hier nicht mein Hauptkandidat, es sei denn es ist wirklich eine geschmacksneutrale Zutat gewuenscht (fuer saemige Suppen vielleicht?).

Die Zutatenliste ist aber absolut vorbildlich, gerade mal 3 Positionen lang und aus biologischem Landbau, da kann man nur 5 Sternchen vergeben.
Die Mandeln sind aus europaeischem Anbau, was ich als Plus werte, nicht nur wegen des geringeren Transportaufwands, sondern auch weil der Anbau der gaengigen kalifornischen Mandeln dort regelmaessig Wasserknappheit bis hin zu Duerren ausloest. Beim Anbau in europaeischen Gefilden habe ich unterschiedliche Angaben gefunden. Fakt scheint aber zu sein, Mandelanbau ist sehr wasserverbrauchsintensiv, mehr als andere Pflanzenmilchgrundlagen.

Aussehen
320px-Crashtest-Stern_3.svg Konsistenz + Haptik
320px-Crashtest-Stern_2.svg Geschmack
320px-Crashtest-Stern_3.svg Preis
Inhaltsstoffe
GutesGewissenFaktor (Herkunft? CO2? Fairtrade? Vegan?)

Preis: 2,99€
Inhalt: 1L
Gekauft bei: Alnatura

Zutaten: Wasser, europäische MANDELN* (5%), Meersalz
* = Zutaten aus ökol. Landbau

Veröffentlicht unter Allos, Alnatura Filiale, Bio, Claudia, Mandel, Milch, Milchersatz | Verschlagwortet mit , , | Kommentar hinterlassen

Valess – Vegetarische Steaks

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Gesamtwertung 3,8/5 – Fast perfekt nachgebildetes Gefluegelsteak mit gewissen(s) Abzuegen.

Die Valess Steaks (ehemals „Filets“) sind sowohl geschmacklich, als auch haptisch schon eine ganze Weile meine absoluten Grillfavoriten, und somit musste auch fuer diese jetzt mal ein Bericht her. Da traf sich natuerlich unsere groessere Grillgut-Testreihe ganz gut, so konnte ich fuer die „Steaks“ direkt noch zwei Fleischesser-Meinungen abgreifen.

Fertig gegrillt sehen die Steaks ein wenig aus wie Putenschnitzel, etwa irritierend ist lediglich die „perfekte“ Form, anhand derer die Kuenstlichkeit dann doch zu erkennen ist.
Haptisch, und vor allem geschmacklich, tut das dem Ganzen aber keinerlei Abbruch, das „Fleisch“ ist zart, bissfest und schmeckt sanft gewuerzt. Selbst die zwei Fleischesser am Tisch behaupteten, dass bei einer Blindverkostung die Steaks problemlos als Pute durchgehen wuerden. Isst man dann noch eine Grillsauce dazu (was man bei einem Putensteak ja auch macht), ist die Illusion perfekt.
Wie bei allen Veggie-Grillsachen ist aber auch hier zu beachten: Es muss nichts durchgegrillt werden. Nur kurz auf den Grill zum Erhitzen und fuer ein schoenes Rostmuster.

Die perfekte Illusion hat allerdings ihren Preis, die Zutaten sind gleich auf zweierlei Arten alles andere als vorbildlich, die Liste ist lang und enthaelt so einige Zusatzstoffe, immerhin aber keine schrecklich bedenklichen. Der Hauptbestandteil der Steaks ist Milch, „Weidemilch“, was sich laut Valess-Homepage so definiert: „Diese Weidemilch kommt von Bauernhöfen, deren Kühe zwischen Frühling und Herbst mindestens 120 Tage im Jahr und 6 Stunden pro Tag auf Wiesen grasen.“. Das uebersteigt immerhin den ansonsten in Deutschland ueblichen Standard der Stall- und Anbindehaltung. Bedenken sollte man allerdings trotzdem, dass Kuehe immer nur in den Monaten nach dem Kalben Milch geben und Ihnen die Kaelber direkt nach der Geburt weggenommen werden. Maennliche Kaelber sind in der Milchwirtschaft „nutzlos“ und werden deshalb getoetet.

320px-Crashtest-Stern_4.svg Aussehen
320px-Crashtest-Stern_5.svg Konsistenz + Haptik
320px-Crashtest-Stern_5.svg Geschmack
320px-Crashtest-Stern_4.svg Preis
320px-Crashtest-Stern_3.svg Inhaltsstoffe
320px-Crashtest-Stern_2.svg GutesGewissenFaktor (Herkunft? CO2? Fairtrade? Vegan?)

Preis: 2,79€
Inhalt:
180g
Gekauft bei:
Scheck In

Zutaten: 75% Magermilch, Weizenstärke, Verdickungsmittel (Calciumalginat, Methylcellulose), Weizengluten, Stabilisatoren (Kaliumlactat, Polyphosohat), Hühnerei-Eiweiß*, Sonnenblumenöl, Erbsenprotein, Aroma, Weizenmehl, Haferspelzfaser, Maisstärke, Glukosesiurp, Pfeffer, Knoblauch, Kochsalz, Eisendiphosphat
* Eier aus Freilandhaltung

Veröffentlicht unter Claudia, Filet / Steak, Fleischersatz, Konventionell, Scheck In (Edeka), Valess | Verschlagwortet mit , | Kommentar hinterlassen

Natumi – Buchweizen

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Gesamtwertung 3,2/5 – Eher herzhafter Sonderling.

Und noch eine Getreidemilch im Regal, diesmal: Buchweizen.
In Osteuropa steht Buchweizen schon ganz schoen lange auf dem gaengigen Speiseplan, hierzulande kennt man die kleinen eckigen Koernchen als gesundheitsbewusster Mensch der gerne Hypes aufgreift (touché …) zB schon von Buchweizenpfannkuchen, die sind ja angeblich toootal gesund und passen prima ins derzeit vorherrschende Glutenphobie-Schema.
Nun also auch eine Milch.
Trotz des etwas happigen Preises (verglichen mit den anderen Sorten desselben Anbieters) war ich neugierig und die Packung durfte mit.

Beim ersten Eingiessen faellt zunaechst einmal die braune Farbe auf, deutlich dunkler als das gewohnte Beige der sonstigen Getreidemilchs und trotz kraeftigem Schuetteln ist die Konsistenz nicht komplett homogen, ein, zwei Minifloeckchen waren durchaus noch erkennbar.
Der Geschmack ist kraeftig und ein wenig herb, im Muesli war es durchaus ok, aber ich wuerde die Milch eher fuer herzhafte Gerichte benutzen, da passt der Geschmack denke ich perfekt. Da sich die Bewertungen dieses Blogs aber an den tierischen Originalen anlehnen, bin ich hier aber mit den Sternen etwas sparsam.

Ueberraschenderweise laesst sich die Buchweizenmilch aufschaeumen, der Schaum haelt allerdings nicht lange.

Die Zutatenliste ist vorbildlich kurz, biozertifiziert und der Buchweizen kommt laut Packung zu 100% aus Deutschland, da finde ich nichts zu meckern.

Aussehen
Konsistenz + Haptik
Geschmack
320px-Crashtest-Stern_3.svg Preis
320px-Crashtest-Stern_5.svg Inhaltsstoffe
320px-Crashtest-Stern_5.svg GutesGewissenFaktor (Herkunft? CO2? Fairtrade? Vegan?)

Preis: 2,89€
Inhalt: 1L
Gekauft bei: GöPi (regionaler Biomarkt)

Zutaten: Buchweizen* (12,5%), Sonnenblumenöl*, Meersalz.
* = Zutaten aus ökol. Landbau

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Rügenwalder Mühle – Vegetarische Mühlen Bratwurst

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Gesamtwertung 4,0 – Die (fast) perfekte Bratwurst mit kleinem Wermutstropfen

Ein weiterer Kandidat in der Grilltestreihe. Nachdem die Wheaty Steaks leider enttaeuscht hatten, gabs erstmal eine Runde Wuerstchen bevor’s an die naechsten „Filets“ ging. Bislang konnten die meisten getesteten Veggieprodukte von Ruegenwalder selbst hartgesottene Fleischliebhaber ueberzeugen, deshalb waren die Hoffnungen gross, hier eine gute Bratwuerstchenalternative zu entdecken.

In Aussehen, sowie Konsistenz und Haptik stehen sie ihren Vorbildern in fast nichts nach. Die Groesse ist den klassischen Rostbratwuerstchen nachempfunden, die Konsistenz ist aussen knackiig und innen saftig und beim Geschmack wuerde ich Wetten annehmen dass man die Wuerstchen auch ueberzeugten Antivegetariern untermogeln koennte. Auch die Fleischesser am Tisch fanden die Wuerstchen durchweg ueberzeugend.

Ob man nun vegetarische Produkte bei einem Fleischfabrikanten kaufen darf, ist eine scharf gefuehrte Diskussion in der Veggiewelt, bei der beide Seiten gute Argumente haben. Letzlich muss hier jeder fuer sich selbst entscheiden.
Persoenlich bevorzuge ich Produkte von rein vegetarischen Anbietern, schmaehe aber die Veggiesachen von Ruegenwalder, Gutfried und Co nicht, da sie meines Erachtens nach oft am Naechsten ans „Original“ kommen, und somit nicht nur meist wirklich lecker schmecken, sondern auch Fleischesser eher mal geneigt sind, sich an einen vegetarischen Ersatz zu wagen.

Bei Ruegenwalder kann man immerhin positiv hervorheben, dass ihre Eier aus Freilandhaltung sind (was allerdings in der Realitaet fuer die Lebensqualitaet der Tiere nur einen winzigen Unterschied ausmacht, es bleibt meist drueckende Enge, sowie qualvolles Schnaebelkupieren) und die Firma ihre Produktion (laut Eigenaussage) zu 100% auf Strom aus erneuerbaren Energien umgestellt hat. Somit doch immerhin 3 Sterne fuers gute Gewissen.

Die Zutatenliste ist wie bei den meisten nahezu perfekten „Kopien“ relativ lang, auf den ersten Blick ist aber nichts wirklich Uebles zu entdecken und auch codecheck ist zufrieden. Eiklar steht immerhin auch erst an 5. Stelle.

Fazit: Zwar sind die Zutaten nicht ganz perfekt, trotzdem gibt es mit dieser Bratwurst eigentlich keinerlei Grund mehr das Original zu kaufen. Und wer jetzt noch mit dem Totschlagargument kommt, Veggieersatzprodukte seien so schrecklich kuenstlich, dem sei ein Blick auf die Zutatenliste einer herkoemmlichen, konventionellen Bratwurst angeraten (Spoiler: Die sind genauso lange und strotzen vor Stabilisatoren, Konservierungsmittel und Aromastoffen).

320px-Crashtest-Stern_4.svg Aussehen
320px-Crashtest-Stern_5.svg Konsistenz + Haptik
320px-Crashtest-Stern_5.svg Geschmack
320px-Crashtest-Stern_4.svg Preis
320px-Crashtest-Stern_3.svg Inhaltsstoffe

320px-Crashtest-Stern_3.svg GutesGewissenFaktor (Herkunft? CO2? Fairtrade? Vegan?)

Preis: 2,79€
Inhalt: 180g
Gekauft bei:
Scheck In

Zutaten: Trinkwasser, Sojaproteinisolat (9%), Rapsöl, Zwiebeln, Eiklar** getrocknet, Weizengluten, Branntweinessig, Kochsalz, Weizenstärke, Verdickungsmittel: Methylcellulose; natürliches Aroma, Traubenzucker, Gewürze, Säureregulator: Milchsäure, Maltodextrin
**Eier aus Freilandhaltung

Veröffentlicht unter Claudia, Fleischersatz, Grillwurst, Konventionell, Rügenwalder Mühle, Scheck In (Edeka) | Verschlagwortet mit | Kommentar hinterlassen